Wir sind ueber das Wochenende mit dem Afri-Tour-Projekt unterwegs gewesen. Chaos pur.
Man hat uns gesagt, wir sollen Samstag frueh um halb sieben an der Kaneshie-Station sein, um uns mit den anderen zu treffen. Gesagt, getan. Puenktlich wie wir sind, waren wir auch 5 vor halb am besagten Ort. Von da an nahm das Chaos seinen Lauf. Wir haetten nicht zu Kaneshie-Station gesollt, sondern zum Ort Kaneshie selbst. Um das zu verstehen haben wir ueber eine Stunde, tausende Anrufe und ghanaische Mithilfe gebraucht.
Letztendlich sind wir dann aber doch in Kaneshie in einen grossen Bus gestiegen. Der fuhr natuerlich dann auch nichtt sofort los. Nein, in Ghana wird gewartet, bis auch der letzte Platz belegt ist. Gut, dass bis dato etwa ein Viertel des Busses voll war. Irgendwann ging es aber dann auch los und wir sassen fast 5 Stunden, bis wir in Takoradi angekommen sind. Vor dem Klo an der Trotrohaltestelle sass eine Frau, die blattweise Zeitungspapier verkauft hat. Als das dann auch erledigt war, sind wir in ein Trotro gestiegen, das uns zu unserem ersten Ziel bringen sollte, einer Stelzenstadt im Dschungel. Wir sind dort aber erst um 4 Uhr angekommen und somit war es dafuer schon zu spaet.
| Trotz sehr holpriger Trotro-Fahrt haben wir nur gelacht:-) |
Also wurde entschieden, dass wir das alles am Sonntag machen wuerden, obwohl wir da ja eigentlich nur noch nach Hause fahren sollten.
Die einzige annehmbare Lodge war ausgebucht. Also haben wir in ein paar Palmenhuetten direkt am Strand uebernachtet. Ziemlich eklige Betten mit stinkenden "Laken" und auch sonst alles ein wenig zerfallen und renovierungsbeduerftig. Aber das Preis-Leistungsverhaeltnis hat gestimmt.Wir haben dann bis zum Abendessen noch ein wenig Zeit Strand verbracht. Muscheln gesammelt, Lisa und ich haben sogar gebadet.
| Unsere Luxusbude für die Nacht |
Zum Abendessen sind wir dann zurueck zur Lodge gelaufen. Das Essen von uns 8 war teuer und teilweise ungeniessbar. Einer Chinesin haben wir Chili Con Carne empfohlen. Wir haetten ein Bild davon machen sollen. Wir haben keinerlei Ahnung, was das fuer ein seltsamer Brei war.
| Unsere kleine Reisegruppe kurz vor der Abfahrt nach Nzulezo (v.o.l. Lisa, Willice, Katharina, Rebecca, Carola, Anne, Khaula, v.u.l. ein Ruderer, Bona & Viola) |
| Auf dem Mini-Boot hatten wir viiiiiel Zeit zum Fotos machen |
Wir haben fast eineinhalb Stunden fuer die Hinfahrt gebraucht. Dort angekommen, sah das ganze ziemlich interessant aus. Es gab eine sogenannte Hauptstrasse und die Querstrassen dazu gehoerten jeweils zu einer Familie. Es war jedoch alles total zugemuellt. Man sagte uns, dass das an der Regenzeit liegen wuerde. In der Trockenzeit verbrenne man den Muell dann einfach. So läuft das eben in Ghana.
| Das Stelzendorf NZULEZO |
Zurueck an Land gab es das naechste kleinere Problemchen. Wir waren zu neunt und das Trotro, was urspruenglich bestellt wurde, haette noch mindestens eine Stunde gebraucht. Also haben wir uns zu neunt, mit dem Fahrer zu zehnt, in ein Taxi gequetscht. 2 vorn, 4 auf der Rueckbank und 3 im Kofferraum. So sind wir dann eineinhalb Stunden ueber holprige Wege zum Ankasa Regenwald gefahren.
| Einblick in ein überfülltes Taxi |
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| Im Ankasa-Regenwald |
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| Nach der Tour durch den Regenwald |
Unser Trotro kam dann aber auch bald und dann ging es also etwa eineinhalb Stunden zurueck nach Takoradi. Dort haben wir dann als erstes was zu essen gesucht und sind zufaelligerweise in einem deutschen Restaurant gelandet. Das Essen haben wir uns einpacken lassen und sind dann zurueck zu den Bussen. Gegen ein Uhr sind wir dann endlich in Accra am sogenannten Circle angekommen. Die Gegend ist um diese Uhrzeit ziemlich gruselig. Wir waren dann auch nur noch zu dritt, weil die anderen ins LC-Haus fahren mussten. Sind aber dann trotzdem wohlbehalten mit etwa 9stuendiger Verspaetung zu Hause über dem Krankenhaus angekommen.
Montag ging es uns allen ziemlich schlecht. Das deutsche Essen hat uns wohl nicht so bekommen... Wir waren aber trotzdem abends noch in der angeblich besten Pizzeria der Stadt. War ganz lecker, aber nicht vergleichbar zur Pizza in Deutschland.
Gestern haben wir dann den ganzen Tag vorm Computer gesessen, um PowerPoint-Präsentationen zu erstellen.
Ansonsten ist nichts weiter passiert, was es sich hier zu beschreiben lohnt.
Wir hoffen es geht euch allen gut und ihr geniesst die freie Zeit, so gut es geht!
Allerliebste Gruesse!
Anne&Carola


Das klappt jetzt ganz wunderbar Anne!!!
AntwortenLöschenMensch, da habt ihr ja eine echt unbarmherzige Tour gemacht...aber dafür habt ihr dabei echt gut ausgesehen (so von wegen Haare und so) :D
Die Fahrt im Taxi stelle ich mir von allem noch am Lustigsten vor. Auch wenn ich annehme, dass der Kofferraum während der Fahrt offen blieb...
Liebe Grüße
Nein, der Kofferraum war geschlossen:-) Wir konnten allerdings ab und zu mit unseren Füßen den matschigen Sandweg unter uns spüren, weil wir so oft aufgesetzt haben... Ich möchte jetzt nur noch eine Safari mit einem Jeep durch einen Nationalpark oder sowas machen - von Buschtouren habe ich erstmal genug ;-)
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